Wohnungswirtschaft in Zahlen

Nordrhein-Westfalen

Investitionen

Mit 3,9 Milliarden Euro sind die Investitionen im Jahr 2023 leicht zurückgegangen, was vor allem auf die geringere Neubautätigkeit zurückzuführen ist. Die Investitionen in den Bestand (energetische Modernisierung und Instandhaltung) sind sogar leicht gestiegen.  Das Gesamtinvestitionsniveau ist weiterhin hoch, es liegt mehr als doppelt so hoch wie noch im Jahr 2015.

JahrGesamtinvestitionenNeubautätigkeitBestandsmaßnahmen
in Mio. Euroin Mio. Euroin Mio. Euro
20151.871,3758,71.112,6
20162.097,7978,61.119,1
20172.491,01.220,71.270,3
20182.699,61.297,91.401,7
20192.639,01.216,91.422,1
20203.264,11.564,51.699,6
20213.979,71.732,42.247,3
20223.983,41.748,82.234,6
20233.891,71.646,02.245,7

Eigene Bautätigkeiten

Die Baufertigstellungen sind im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Die Eigentumsmaßnahmen sind fast zum Erliegen gekommen. Die einbrechenden Baugenehmigungszahlen infolge der stark gestiegenen Zinsen lassen erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzt.

JahrEigene Bautätigkeitdavon: Mietwohnungendavon: Eigentumsmaßnahmen
WohnungenVeränderung zum Vorjahr in %WohnungenVeränderung zum Vorjahr in %Anteil in %WohnungenVeränderung zum Vorjahr in %Anteil in %
20152.992-0.72.6934.790.0299-32.210.0
20163.1545.42.9067.992.1248-17.17.9
20174.28335.84.07440.295.1209-15.74.9
20184.5536.34.4138.396.9145-30.63.2
20193.966-12.93.708-16.093.525877.96.5
20204.74919.74.54222.595.6207-19.84.4
20214.7700.44.5891.096.2181-12.63.8
20224.7940.54.469-2.693.232579.66.8
20234.757-0,84.7175,599,24087,70,8

Öffentliche Mietwohnraumförderung NRW

Die nordrhein-westfälische Mietwohnraumförderung hat 2023 ein Rekordjahr hinter sich, was den Mittelabruf angeht. In Summe wurden insgesamt 1,75 Milliarden Euro abgerufen (im Vorjahr waren es etwas über eine Milliarden Euro), um Wohnungen mit einer Mietpreisbindung zu versehen. Daran hatten auch die VdW-Mitglieder ihren Anteil. Sie riefen insgesamt etwa 576 Millionen Euro ab – eine Steigerung um knapp 61 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit wurden 3.740 Wohnungen einer Mietpreisbindung unterworfen, etwa 42 Prozent mehr als im Vorjahr. Dass es nicht ebenfalls 61 Prozent mehr sind, ist eine Folge der Baukostensteigerung. Insgesamt sind die VdW-Mitglieder für  41,5 Prozent aller Wohnungen verantwortlich, die 2023 einer Mietpreisbindung in NRW unterworfen wurden.

Förderung Mietwohnraum Gesamtdavon abgerufene Mittel durch VdW-MitgliederAnteil VdW-Mitglieder an Mietwohnraumförderung
in EuroWohnungenin EuroWohnungenabgerufene MittelWohnungen
Mietwohnungsneubau1.526.426.9826.726432.930.5231.85228,4 %27,5 %
Modernisierungsförderung228.616.3842.291142.779.7851.88862,5 %82,4 %
Summe1.755.043.3669.017575.710.3083.74032,8 %41,5 %

Mietpreis- und/oder Belegungsbindungen des eigenen Wohnungsbestandes

Der positive Trend hält an. Im zweiten Jahr in Folge ist der Bestand an mietpreisgebundenden Wohnungen im Bestand der nordrhein-westfälischen VdW-Mitglieder angewachsen. Ihr Anteil am Gesamtbestand sank dennoch, weil auch der Wohnungsbestand der VdW-Mitglieder insgesamt zunahm.

JahrEigener Wohnungsbestand mit Mietpreis- und/oder Belegungsbindungen
WohnungenWohnungenVeränderung zum Vorjahr in %Anteil am Bestand
in %
2015846.362182.853-4,021,6
2016849.336181.144-0,921,3
2017873.323172.957-4,519,8
2018872.869176.2371,920,2
2019873.100174.157-1,219,9
2020969.207174.3540,118,0
20211.036.707168.826-3,216,3
20221.075.839174.1473,216,2
20231.151.619178.2432,415,5

Mietpreisentwicklung

Infolge der ausgeprägten energetischen Sanierungen und der Neubaumaßnahmen der vergangenen Jahre ist die durchschnittliche Bruttowarmmiete der VdW-Mitglieder in Nordrhein-Westfalen auf 6,35 pro Quadratmeter gestiegen. Sie liegt damit aber immer noch unter dem NRW-Landesschnitt von 7 Euro  aus dem Mikrozensus von 2022. Dass die energetischen Sanierungen Wirkung zeigen, lässt sich an den Heizkosten ablesen: Auch wenn infolge der Ukraine-Krise die Energiepreise stark gestiegen sind, fallen die Steigerungen für die Mieterinnen und Mieter der VdW-Mitglieder geringer aus. Laut Heizspiegel von co2online waren die Kosten für eine für VdW-Bestände typische 70-m²-Wohnung innerhalb eines Jahres um 81 Prozent bei einer Gasheizung (Hauptenergieträger bei VdW-Mitgliedern) gestiegen; dieser Wert wurde bei VdW-Mitgliedern nicht mal innerhalb von zwei Jahren erreicht.

JahrMiete insgesamtDavon:
NettokaltmieteNebenkostenHeizkosten
20157,965,251,691,02
20168,095,331,741,02
20178,375,571,810,99
20188,45,591,840,97
20198,515,721,840,95
20208,565,831,780,95
20218,795,931,920,94
20229,426,132,011,28
20239,786,272,091,42

Leerstandsquote

Der gesamte Wohnungsleerstand (Modernisierung, Abriss, Mieterwechsel, Vermietungsschwierigkeiten, sonstige Gründe) ist auf niedrigem Niveau noch weiter gesunken. Die Leerstandsquote betrug 2,08 Prozent. Der Leerstand aufgrund von Vermietungsschwierigkeiten betrug lediglich 0,1 Prozent.

JahrLeerstandsquote insgesamtLeerstandsquote wegen Vermietungsschwierigkeiten
in Prozentin Prozent
20152,390,45
20162,150,3
20172,620,25
20182,780,29
20192,520,22
20202,350,19
20212,560,15
20222,130,10
20232,080,10